Gute Gründe, um Zucker durch vegane Süßstoffe zu ersetzen

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass übermäßiger Konsum von Zucker nicht gesund ist. Er wird mit Krankheiten wie Fettleibigkeit, Herzerkrankungen, Diabetes und Krebs in Verbindung gebracht. Zucker stört die Hormone im Körper, welche den Hunger und die Sättigung steuern. Infolge dessen führt dieses zu erhöhter Kalorienaufnahme und zur Gewichtszunahme. Der Stoffwechsel wird geschädigt und es kommt zu einer erhöhten Insulin- und Fettspeicherung. Außerdem macht Zucker süchtig, da er Dopamin im Gehirn freisetzt, welches die gleiche Reaktion wie Suchtmittel aktiviert. Zum Glück gibt es gesunde Alternativen, um Lebensmittel mit veganem Zuckerersatz zu süßen. Die besten Möglichkeiten für eine gesunde Ernährung mit Zuckerersatz stellen Süßungsmittel wie Sirup, Kokosblütenzucker und der Zuckerersatz Xylit dar. Darüber hinaus wird Zuckerersatz mit Stevia und Erythrit angeboten, die über keine oder geringe Mengen an Kalorien verfügen und für Diäten und Diabetiker geeignet sind.

Verschiedene Zuckerarten auf dem Tisch

Gesunde Ernährung mit Sirup und Kokosblütenzucker

Gute Alternativen für Zucker und chemische Süßstoffe stellen Sirup und Kokosblütenzucker dar. Diese Zuckeralternativen eignen sich für eine gesunde Ernährung, weil sie im Gegensatz zu gewöhnlichem Kristallzucker nützliche Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidantien und Ballaststoffe enthalten. Sie verfügen über einen niedrigeren glykämischen Index als Zucker, sodass sie für Diabetiker geeignet sind. Der glykämische Index besagt, wie schnell und hoch der Blutzuckerspiegel nach der Nahrungsaufnahme ansteigen kann. Ein gesünderer Zuckerersatz mit nützlichen Nährstoffen ist Ahornsirup. Er ist reich an Mineralien, einschließlich Kalzium, Kalium, Eisen, Zink und Mangan. Insgesamt enthält Ahornsirup mehr als 24 verschiedene Arten von Antioxidantien. Sein glykämischer Index ist niedriger als beim Haushaltszucker, trotzdem erhöht er den Blutzucker durch seinen hohen Anteil an Kalorien. Yaconsirup ist ein weniger bekannter Zuckerersatz, der aus der südamerikanischen Yaconpflanze gewonnen wird. Dieser Zuckerersatz enthält ein Drittel Kalorien von normalem Zucker und 40 - 50 % Fructooligosaccharide, die der menschliche Körper nicht verdauen kann. Diese Zuckermoleküle ernähren gute Darmbakterien und begünstigen eine Gewichtsabnahme. Kokosblütenzucker (Palmzucker) ist ein beliebter Zuckerersatz mit einem leicht karamelligen Geschmack, der sich zum Süßen von Getränken und Desserts eignet. Er wird aus dem Nektar von Kokosnussblüten der Kokospalme gewonnen und enthält geringe Mengen an Zink, Kalium und kurzkettige Fettsäuren. Durch seinen hohen Kaloriengehalt (384 kcal / 100g) ist er nicht zur Gewichtsreduktion, jedoch aufgrund seiner langsamen Energieausschüttung für Diabetiker empfehlenswert.

Pflanzlicher Honig im Glas

Stevia, ein außergewöhnlicher Zuckerersatz mit hoher Süßkraft

Stevia ist ein natürlicher Zuckerersatz, der durch seine positive Beschaffenheit zu den besten Alternativen zu Zucker gehört. Er wird aus der südamerikanischen Pflanzenart Stevia rebaundiana gewonnen, die zum größten Teil aus Steviolglycosiden besteht. In den tropischen Gebieten Lateinamerikas wird Stevia seit Jahrhunderten als Heilpflanze eingesetzt, während ihre Süßkraft für Getränke und Speisen genutzt wird. Bei uns war das beliebte Süßkraut bisher als Badezusatz bekannt. Seit 2011 ist es unter der Bezeichnung E 960 ein zugelassener Lebensmittelzusatzstoff in der EU. Der Zuckerersatz Stevia eignet sich ausgezeichnet für eine gesunde Ernährung und für Diäten, da es frei von Kalorien ist. Es besitzt die sagenhafte Süßkraft mit der 450-fachen Menge von Haushaltszucker. Stevia zählt zu den niedrigen glykämischen Süßstoffen und hat keine Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel, was für Diabetiker von großem Interesse ist. Weitere Vorteile von Stevia sind, dass es zahnfreundlich sowie plaquehemmend ist und dazu beiträgt, chronische Krankheiten wie Fettleibigkeit, Bluthochdruck und Herzerkrankungen zu reduzieren. Die Süsskraft von Stevia kommt von zwei primären Glykosiden: Steviosid und Rebaudiosid. Diese haben einen unterschiedlichen Geschmack. Verwendet wird Rebaudiosid, das einen weniger bitteren Nachgeschmack mit einem leichten Hauch von Lakritz hat. Erhältlich ist der ergiebige Zuckerersatz als Pulver, Tabletten und in flüssiger Form. Durch seine enorme Süßkraft erweist sich die Dosierung von Stevia als schwierig, sodass es mit weiteren Zusatzstoffen wie Zellstoffpulver und anderen Zuckeralternativen wie Xylit/Erythrit versetzt wird. Hochwertiger Zuckerersatz mit Stevia ist daran zu erkennen, dass er einen hohen Anteil an Rebaudiosid (min. 98 %) enthält und frei von Füllstoffen und Zusätzen ist.

Xylit - Zuckerersatz mit gesunden Wirkstoffen

Xylit, auch als Xylitol oder Birkenzucker bekannt, ist ein Zuckerersatz, der zu den Zuckeralkoholen (E 967) gehört. Als natürlicher Bestandteil ist Xylit in Früchten wie Beeren und Pflaumen, in Gemüsen wie Blumenkohl, in Mais und in der Rinde von Holz enthalten. Die Herstellung des Zuckerersatzes Xylit ist aufwendig. Er ist industriell herzustellen, indem Xylan (eine Hemicellulose) zu Xylose hydrolysiert wird, die weiter zu Xylitol verarbeitet wird. Da dieser Prozess teuer ist, wird Xylit meistens aus nachwachsenden Rohstoffen mit Mais und Birkenholz produziert. Xylit hat 40 % weniger Kalorien als raffinierter Zucker und lässt den Blutzuckerspiegel nach dem Essen nicht zu schnell ansteigen. Da der Zuckerersatz Xylit keine Fructose enthält, hat er nicht die schädliche Wirkung, die sonst mit Haushaltszucker verbunden wird. Im Gegenteil: Xylitol trägt zu einer gesunden Ernährung bei, indem der Zuckerersatz die Zahngesundheit verbessert und das Risiko von Karies reduziert. Bereits seit den 1960er Jahren wird Xylitol für Mundhygieneprodukte und Zahnpflegekaugummis eingesetzt. Darüber hinaus erhöht Xylitol die Aufnahme von Kalzium, was nicht nur gut für die Zähne ist, sondern auch für die Knochendichte. Zusammengefasst sind die Vorteile von Xylit, dass dieser vegane Zuckerersatz die gleiche Süßkraft wie normaler Zucker hat und kein Karies verursacht. Xylit ist nicht kalorienfrei und liefert 240 Kalorien pro 100 g, sodass sich der Süßstoff weniger für eine Diät eignet. Für Diabetiker ist der Zuckerersatz vorteilhaft, da der Blutzuckerspiegel bei dem Verzehr von Xylit langsam ansteigt. Der Verzehr von zu großen Mengen an Xylit führt gelegentlich zu Blähungen oder Durchfall. Für Hunde, Kaninchen und Ziegen ist Xylit gefährlich, da der Zuckerersatz bei diesen Tieren schwere Leberschäden verursacht.


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Erythrit - ein natürlicher Zuckerersatz mit wenig Kalorien

Erythrit ist ein natürlicher Zuckerersatz, der mit der geringen Menge von 20 kcal pro 100 Gramm als gesunde Alternative zu künstlichen Süßstoffen gilt. Im Vergleich beinhaltet gewöhnlicher Kristallzucker mit 400 kcal pro 100 Gramm, das Zwanzigfache der Kalorien. Somit ist Erythrit vor allem für Diäten mit wenig Kalorien beliebt. Weil der Zuckerersatz durch seinen niedrigen glykämischen Index keinen Einfluss auf den Blutzucker- und Insulinspiegel hat, eignet er sich gut für Diabetiker. Erythrit stammt aus nachwachsenden biologischen Rohstoffen und ist eine süß schmeckende Verbindung, der chemisch gesehen, wie der Zuckerersatz Xylit, zu den Zuckeralkoholen (E 968) gehört. Da er erst vor einigen Jahren entdeckt wurde, gilt er als der jüngste der Zuckeralkohole. In natürlicher Form kommt Erythrit in reifen Früchten wie Weintrauben, Melonen und Birnen sowie in Käse, Wein und Pistazien vor. Die Gewinnung von Erythrit aus diesen Lebensmitteln ist ausgesprochen aufwendig und kostspielig. Daher wird der Zuckerersatz durch Fermentierung hergestellt. Bei diesem Verfahren werden die Kohlenhydrate zum größten Teil mithilfe von Pilzen in Erythrit nebst Nebenprodukten umgewandelt. Erythrit hat eine Süßkraft, die 70 % der Süße von Haushaltszucker entspricht, sodass von dem Zuckerersatz mehr benötigt wird. Vom Geschmack her ähnelt Erythrit durch seine milde Süße, gegenüber anderem Zuckerersatz, am meisten dem gewöhnlichen Zucker. Wie bei allen Zuckeralkoholen kommt es bei übermäßigem Konsum von Erythrit gelegentlich zu Blähungen und Durchfall. Im Vergleich zu anderen Zuckeralkoholen wie Xylit oder Sorbit ist das Risiko hier bedeutend geringer, da Erythrit zu 90 Prozent über den Dünndarm aufgenommen wird.


Quellen:

  1. https://www.healthline.com/nutrition/erythritol/
  2. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32638045/
  3. https://mainemapleproducers.com/nutrition-the-9-health-benefits-of-maple-syrup/
  4. https://www.webmd.com/diet/health-benefits-yacon-root
  5. https://www.organicfacts.net/health-benefits/other/stevia.html
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